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Paradoxia sexualis
Diese Störung (gr.: paradoxon = Widerspruch, lat. sexus = Geschlecht) findet man oft bei Menschen, die im öffentlichen leben stehen, wie zum Beispiel bei Politikern und Priestern. Sie müssen von Abstinenz und Keuschheit sprechen und denken dabei an Sex. Sie gehen gegen die Homosexualität an und fühlen sich teilweise selbst zum eigenen Geschlecht hingezogen. Dieses Verhalten begründet sich meistens in den anerzogenen Moralvorstellungen. |
Paraphilie
Der Begriff kommt aus dem Griechischen uns setzt sich aus den Teilen para (= abseits, neben) und philia (= Freundschaft, Liebe) zusammen. Paraphil wird heute als wissenschaftlicher Ausdruck für „Perversion“ gebraucht und bezeichnet damit alles, was von der gesellschaftlich anerkannten Norm abweicht. So gehört laut Definition unter anderem auch der Sadomasochismus zur Paraphilie.
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Parkplatz
Parkplätze sind beliebte Treffs für Fans des Freiluftsex. Aber auch Voyeure und Exhibitionisten kommen hier voll auf ihre Kosten, da es natürlich auch ums Sehen und Gesehenwerden geht. Dabei haben sich einige Parkplätze mit der Zeit zu regelrechten Spielwiesen und Geheimtipps entwickelt, die dann auch in einschlägigen Führern zu finden sind. |
PC-Muskel
Beim G-Punkt-Orgasmus, der oft als Höhepunkt der Höhepunkte bezeichnet wird, ziehen sich die Scheidenmuskeln rhythmisch zusammen. Genauer gesagt ist dies der PC-Muskel (Pubococcygeus-Muskel). Dieser Muskel, der bei Mann und Frau vorhanden ist, verläuft vom vorderen Schambein bis zum Steißbein und liegt ca. 2-3 cm unter der Haut. Der PC-Muskel wird vom Pudendusnerv angereizt, der die Erregung des Scheideneingangs, der Schamlippen, des Kitzlers und Anus wahrnimmt und diese Signale zum Gehirn weitergibt. Außerdem ist dieser Nerv wie bereits erwähnt für das rhythmische Zusammenziehen beim Orgasmus verantwortlich. Dieser Muskel ist leider bei den meisten Frauen sehr schwach ausgebildet. Das haben schon die Männer im Altertum erkannt und ihre Frauen aufgefordert, diesen Muskel zu trainieren mit Erfolg. Die in ihren Ursprüngen 2000 Jahre zurückliegende indische Liebeslehre Kamasutra nennt unter ihren Künsten die Scheidengymnastik und bezeichnet die Frau, deren Scheide so kräftig ist, daß sie damit einen Penis festhalten kann, hochachtungsvoll Nußknackerin. |
Pearl-Index
Der nach dem amerikanischen Biologen Raymond Pearl benannte Pearl-Index gibt Auskunft über die Zuverlässigkeit eines Verhütungsmittels. Er gibt an, wie viele Frauen innerhalb eines Jahres mit der jeweiligen (korrekt angewendeten) Verhütungsmethode trotzdem schwanger wurden. Liegt der Peral-Index zum Beispiel bei 7, wurden 7 Frauen schwanger.
Die Pille hat einen Index-Wert von 0,1 bis 0,9, Kondome einen von 2 bis 12. Am unsichersten wird die Knaus-Ogino-Methode eingestuft mit einem Wert bis zu 40. |
Pedicatio
Das Wort kommt vom lateinischen „pedicare“ (durchs Gesäß verkehren) und bezeichnet die Einführung des Gliedes in den After sowohl bei homo- wie auch bei heterosexuellen Kontakten. Im alten Griechenland beispielsweise wurde diese Art der Sexualität verherrlicht. Laut dem Sexualwissenschaftler Alfred Charles Kinsey kann der passive Partner dabei genauso stark oder noch stärker erregt werden als durch genitale Reizung. Beim Analverkehr ist die Beachtung der Hygiene von besonderer Bedeutung. Zudem empfiehlt sich die Anwendung eines Gleitmittels, da der After kein natürliches produziert. In einigen Ländern ist die Pedicatio gesetzlich verboten. |
P enetration
Diese Bezeichnung wird für das Eindringen des männlichen Gliedes in die weibliche Scheide verwendet. Der Begriff beinhaltet gleichzeitig auch etwas Männlich-Kräftiges, Überlegenes, welches beim Durchdringen der Vagina seitens des Penis zweifellos gegeben ist. |
Penisfraktur
Von einer Penisfraktur spricht man wenn durch ein plötzliches, heftiges Abknicken des erigierten Penis, wie es bei leidenschaftlichen Sex passieren kann, die gut gefüllten Blutgefäße platzen. Nicht selten wird dabei auch die Harnröhre verletzt. Die sehr schmerzhafte Verletzung erkennt man schnell an der eintretenden Schwellung und der blau-roten Verfärbung des Gliedes.
Ist der Penis gebrochen, sollte der Betroffene schnellstens einen Arzt aufsuchen, da diese Verletzung oft chirurgisch versorgt werden muss. |
Penisring
Penisringe sind Vorrichtungen, um die Stärke der Erektion zu erhöhen und zu verlängern. Denn der Ring, der über den Penis bis zur Wurzel geschoben wird, hindert das in den Schwellkörpern angestaute Blut am Zurücklaufen. Somit bleibt das Glied zwangsläufig länger steif und wirkt kraftvoller. Die Moderne Erotik-Industrie bietet die Ringe in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Materialien an. |
P etting
Petting (engl. to pet = streicheln, liebkosen) schließt Necking und darüber hinaus alle Liebesspiele eines Vorspiels auch unterhalb der Gürtellinie mit ein, wobei beide Partner den Orgasmus erreichen können. Zum Abbau von Scham- und Angstgefühlen und ganz allgemein zum „Liebelernen“ kann man Petting nur empfehlen. |
Phallussymbol
Gegenstände, die auf Grund ihres Rufes oder ihrer Formgebung eine  Assoziation zum männlichen Glied darstellen. Z.B. können das Zigaretten, Flaschen, Eis am Stiel, Bananen, Lutscher, Spargel, Gurken, Kerzen o.ä. sein…
Das Pendant dazu sind Vulva-Symbole, wie z.B. der Mund, Pflaumen, Erdbeeren, Blüten oä. Eine Vereinigung männlicher und weiblicher Symbole findet z.B. dann statt, wenn ein Schwert in eine Scheide, ein Schlüssel ins Schloss oder ein Stößel in einen Mörser eingefügt wird. In Sexualität und Traumwelt sind den Fantasien keine Grenzen gesetzt… |
Phimose
Diese Vorhautverengung (gr.: phimós = Maulkorb; phimóo = zuschnüren) des Mannes kann angeboren oder erworben sein (Verletzungen, Entzündungen) und verhindert speziell beim erigierten Glied dass die Vorhaut die Eichel freigibt. Sie kann beim Waschen und Urinieren hinderlich sein und besonders beim Geschlechtsverkehr zu teilweise starken Schmerzen führen. Sie sollte daher chirurgisch so bald als möglich durch Beschneidung behandelt werden. |
Pistazie
Pistazie ist in der BDSM-Szene ein Synonym für fetischistische sexuelle Neigungen. Die Bezeichnung stammt von der Eissorte, welche wie diese Neigungen eher selten genossen wird, da sie nicht dem weltweiten Durchschnittsgeschmack entsprechen. Im gegenteil dazu: Vanille. |
Pornografie
Als pornografisch werden Filme, Fotos und andere Bilder, aber auch einschlägige Literatur bezeichnet, welche Sex in allen nur möglichen Formen sowie die Abbildung oder bildhafte erotische Beschreibung der Sexualorgane (Vagina, erregiertes Glied) zum Inhalt haben.
Was im Einzelnen als pornografisch gilt, ist jedoch auch rechtlich geregelt und kann auch von Kultur zu Kultur höchst unterschiedlich sein.
Pornografie ist allerdings keine Erfindung der Neuzeit. Schon aus dem alten Indien, aus China und dem antiken Japan sind eindeutige Darstellungen bekannt. Selbst die Höhlenmenschen verewigten an den Wänden unter anderem auch erotische Darstellungen.
Das christliche Abendland pflegte lange eine sehr sexfeindliche Moral und schon Nacktheit an sich war äußerst verpönt. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts führten Nacktszenen in Filmen zu handfesten Skandalen.
Heute ist die Sexualmoral in Deutschland freier. Jedoch gelten für die Pornografie noch immer Regeln. Dazu gehört das Verbot der Gewaltverherrlichung in Verbindung mit Sex, Sex mit Tieren oder der Auftritt von unter 18-jährigen. Verkauft werden dürfen pornografische Werke ebenfalls nur an Volljährige. |
Potenz
Dieser Begriff beschreibt die Fähigkeit des Mannes, den Koitus zu vollziehen. Ein Mann kann potent aber dennoch nicht zeugungsfähig sein. Eine gute Potenz setzt eine intakte Libido und die Fähigkeit zur Erektion, Ejakulation, zum Orgasmus und zur Befriedigung voraus. Wer häufig Geschlechtsverkehr hat und schon in jungen Jahren damit begann, hat beste Chancen auch im fortgeschrittenen Alter potent zu bleiben. Potenz läßt sich erlernen und durch Training erhalten, wobei dieses Training mangels eines Partners durch Masturbation aufrechterhalten werden kann.
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Priapismus
Hierunter versteht man die schmerzhafte, länger andauernde Versteifung des männlichen Gliedes. Besteht diese Versteifung länger als zwei Tage, kann sie zum Verlust der Erektionsfähigkeit führen. Eine schnelle ärztliche Beratung ist beim Priapismus ratsam.
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Promiskuität
Unter diesem Begriff (lat.: promiscuus = vermischt) versteht man den sexuellen Verkehr mit wechselnden Partnern ohne eine dauerhafte Bindung. Diesen hat es zu allen Zeiten gegeben nur muss man es heute eben nicht mehr heimlich machen.Wer häufig seinen Partner wechselt, wird es dabei fast immer mit Gleichgesinnten zu tun haben, die ihrerseits ebenfalls wechselnde Beziehungen unterhalten. |
Pyromanie
Pyromanen ziehen aus dem Spiel mit dem Feuer einen besonderen erotischen Kick. Sie sind also quasi Feuer- bzw. Zündelfetischisten. Mitunter reicht dabei der Anblick von Flammen. Andere reizt erst der Vorgang des Anzündens. |
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