Sexy History

Die Geschichte der Verhütung

Das Bestreben, ungewollten Kindersegen zu verhüten ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Im Laufe der Jahrtausende haben Männer und Frauen in den verschiedenen Kulturen die unterschiedlichsten Rezepte und Mittelchen angewendet. Obwohl einige recht abenteuerlich erscheinen, waren sie durchaus wirksam. Den zuverlässigen Schutz, den wir als moderne Menschen gewohnt sind, kannte man in historischen Zeiten aber noch nicht. Dafür sind auch einige sehr abenteuerliche Rezepte und Zutaten überliefert worden

Natürliche Verhütung

Natürliche Verhütung

Natürliche Verhütung Die Ursprünge der Natürlichen Familienplanung liegen im Osten, in Europa, Asien und Australien, aber sie verbreite sich eher langsam. Schon vor Jahrtausenden wurde in verschiedenen Kulturen, z.B. in China und in Ägypten, ein Zusammenhang zwischen den Mondphasen und der weiblichen Fruchtbarkeit erkannt und auch zur Empfängnisverhütung genutzt.

Anderswo wurde jahrhundertelang das Gegenteil dessen empfohlen, was nach heutigen Erkenntnissen der Empfängnisverhütung als förderlich erscheint. So hat etwa der griechische Arzt Soranus festgestellt: "In Fällen, wo es ratsam erscheint, eine Empfängnis zu vermeiden, sollten die Leute sich des Verkehrs in der Zeit vor und nach der Periode enthalten." Das sind aber nach heutiger Erkenntnis die Tage der geringsten Fruchtbarkeit.
 
Der konkrete Zusammenhang von weiblicher Fruchtbarkeit und Menstruationszyklus wurde erst im 20. Jahrhundert bekannt. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde von dem japanischen Gynäkologen Ogino und seinem österreichischen Kollegen Knaus ungefähr zeitgleich entdeckt, dass der Eisprung fast immer ca. 14 Tage vor der nächsten Menstruation stattfindet. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für die Kalendermethode.
Mit einer anderen Methode der Ermittlung der fruchtbaren Tage hat sich der holländische Gynäkologe Van de Velde beschäftigt. Er widmete seine Arbeit dem Zusammenhang zwischen Eisprung und dem zweiphasigen Temperaturverlauf beim weiblichen Zyklus und schuf damit die Voraussetzungen zur Temperaturmethode. Erst im Laufe der 50er Jahre wurde diese Methode in einer etwas breiteren Öffentlichkeit propagiert.
Dass sich der Schleim am Muttermund kurz vor dem Eisprung verändert, durchsichtig und "spinnbar" wird, erkannte der australische Arzt Billings. Mit einer einfachen Selbstuntersuchung kann so jede Frau den Zeitpunkt ihres Eisprungs und damit ihrer fruchtbaren und unfruchtbaren Tage feststellen. In den 60er und 70er Jahren erlangte dann einmal die "reine" Schleimmethode“ sowie die kombinierte Temperatur-Schleim-Methode (symptothermale Methode) zunehmend Akzeptanz. In Deutschland ist letztere auch als Natürliche Familienplanung (NFP) bekannt.

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