Sexy History

Sexy History - Sex Geschichte

Die Geschichte der Verhütung

Das Bestreben, ungewollten Kindersegen zu verhüten ist schon fast so alt wie die Menschheit selbst. Im Laufe der Jahrtausende haben Männer und Frauen in den verschiedenen Kulturen die unterschiedlichsten Rezepte und Mittelchen angewendet. Obwohl einige recht abenteuerlich erscheinen, waren sie durchaus wirksam. Den zuverlässigen Schutz, den wir als moderne Menschen gewohnt sind, kannte man in historischen Zeiten aber noch nicht. Dafür sind auch einige sehr abenteuerliche Rezepte und Zutaten überliefert worden

Verhütung allgemein

Die Bibel und Europa

Es mag den einen oder anderen verwundern, aber auch die Bibel hat sich mit Verhütung beschäftigt. Es ist die früheste Erwähnung dieser Verhütungsmethode: In der Geschichte von Judah und Tamar, im Buch Genesis, Kapitel 38, wird der "Coitus interruptus" erwähnt, der, wie inzwischen bekannt, alles andere as sicher ist. Auch Onan praktizierte diese Form der Verhütung, die später stark missbilligt wurde.

Im alten Griechenland hat man sich auf andere, vermutlich nicht weniger unsichere Methoden verlassen. Beispielsweise Aristoteles hat beschrieben, wie durch die Verwendung verschiedener Öle oder durch Weihrauch die Gebärmutter für Sperma abweisend werden kann. Bei anderen Rezepten kamen  Wacholderbeeren auf dem Penis zur Anwendung oder ein Kupfersulfatgetränk. Auch die "Rhythmusmethode", also Vermeidung des Geschlechtsverkehrs während der fruchtbaren Tage der Frau, war schon bekannt.

Der Zeitgenosse Soranus riet den Frauen, täglich einen kleinen Becher aus in Wasser gelöstem Silphion (Riesenfenchel) zu trinken, was eine Empfängnis verhindern und eine eventuell vorhandene zerstören soll. Ähnliches wird auch von Dioscurides (1. Jh. n.Chr.) berichtet. Dieser empfiehlt außerdem Pflanzenextrakte von Weidenblättern, Blättern der Bischofsmütze, den Wurzeln des Adlerfarns und Ostrakitis oder Pfefferminzsaft mit Honig.

Im alten Rom erfreuten sich ausgehöhlte Zitronenhälften zur Verhütung großer Beliebtheit. Sie wurden wie ein Diaphragma über den Gebärmutterhals gestülpt und versperrten so dem Samen den Weg zum Ei. Zudem machte der hohe Säuregehalt der Früchte den Spermien das ohnehin kurze Leben schwer. Trotz der weiten Verbreitung im Römischen Reich, ist diese Methode jedoch sehr wahrscheinlich dort nicht erfunden worden.

Neben den Zitronenhälften griffen die Frauen auch auf in Wein oder Essig getränkte Schwämme zurück, die den Spermien den Weg blockieren und das „Leben“ sauer machen sollten.

In unseren Breiten verwendeten die Menschen Auszüge aus Gartenmelde, Osterluzei, Hirtentäschel, Efeu und Wasserpfeffer. Diese kombinierten sie mitunter auch mit Extrakten aus Schafgarbe, Wegerich, Silberpappel und Pimpernelle. Dem Sud vom Spargel schrieb man ebenfalls eine große Wirksamkeit zu. Den Grund für diese Annahme konnten wir aber leider nicht herausfinden.

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