Kurzgeschichte - Sag mir Dein Geheimnis

Sag mir Dein Geheimnis

Ich war 42. Meine von Natur aus mitgegebene Kreativität und mein Organisationstalent führten mich hierher: Erfolgreicher Manager, braver Familienvater, ein Muster der Gesellschaft. Ich liebe meinen Beruf, diese vielen bunten Anforderungen, Tempo, Farben und Leidenschaft. Ich trage viel Verantwortung über viele, viele Menschen und trage sie gerne.
Die zweite Seite der Münze sind die Rollenbilder, die Erwartungen, die man von solchen Menschen hat. Sie engen einen ein. Schnüren einem fast die Luft ab. Und wenn der Arbeitstag die 16 Stunden überschreitet, die Aufgaben kein Ende nehmen, wenn alle anderen ruhen und man alleine übrig geblieben im Berg seiner Arbeit vergraben ist, meldet sich die Einsamkeit.
Ich wollte nicht mehr. Ich war so müde und neben mir lag noch so viel zu erledigende Arbeit. Abgespannt lehnte mich in meinem Sessel zurück, rauchte eine Zigarette und schloss meine Augen.
„Ich bin so einsam“ zog es durch den Kopf. „Ich kann ja nicht mal zu Hause ich sein, weil meine gute Frau ebenso einen starken Halt in ihrem Unternehmen braucht und sie diesen Fels in der Brandung braucht, der ich beim Schaffen bin.“
„Ich sollte mir endlich mal was Gutes tun!“ Ein erweckender Gedanke. Doch, was war es, das MIR wirklich gut tun würde? Ein neues Hobby? Dafür hatte ich doch keine Zeit.
„EIN MENSCH Ein anderer, liebevoller, zärtlicher Mensch! Ein Mensch, bei dem ich so sein konnte, wie ich wollte. An den ich mich anschmiegen konnte. Dem ich alles sagen konnte, den ich an mich drücken könnte und den, wenn alles passt, ich zärtlich liebkosen könnte!“
Neue Energie durchfuhr mich. Die Arbeit rund um mich war mir egal geworden. „Ich leiste mir einen Fehler. Ich, das brave Mitglied der Gesellschaft... Egal! Und wenn, dann einen wirklich wertvollen Menschen. Ein total liebes Mädl. Und wenn, dann bringe ich auch meine leidenschaftlichen Bedürfnisse mit ein.“ Meine Gedanken überschlugen sich. „Leidenschaftliche Bedürfnisse...“ So lange ich mich zurück erinnern kann, in meiner Kindheit schon, träumte ich davon, zärtlich und intim zu küssen. Es erregte mich seit eh und je das Bild in meinem Kopf, die Scheide einer Frau zu liebkosen.
Also formte ich in meinem Kopf das Bild des Wesens, nachdem ich mich am meisten sehnte, während ich im Net nach Seiten suchte, um ein solches Inserat zu platzieren.
Es ging alles wie von alleine. Meine Finger flitzten über die Tastatur, ich schrieb ein geniales Inserat, es lief wie von Zauberhand und endlich drückte ich ENTER. Mein Traum hatte seinen ersten Schritt in die Realität gemacht…

Andrea. Sie ist so ein süßes Wesen. Seit Wochen hatten wir uns nun im Net unterhalten. Zuerst hat sie total unsicher auf mein Inserat geantwortet, aber nachdem sie fühlte, dass das kein abgeschriebener Text war, sondern es mich tatsächlich so gibt, wie ich bin, fand sie Sicherheit. Ungemein rasch entwickelte sich zwischen uns sehr großes Vertrauen. Wir teilten uns so rasch so viel Persönliches mit, dass wir schon nach kurzer Zeit das Gefühl hatten, wir würden uns ewig kennen. Sie war 35. Und auf den Fotos, die sie mir schickte, sah ich eine schlanke, schlichte, unscheinbar wirkende Brillenträgerin. Allerdings ging von ihr ein Strahlen aus. Ein sehr herzliches, sehr ehrliches und offenes Wesen.
Sie war Bürokraft in der Zentrale eines dieser großen Modegeschäfte. Privat hatte sie sehr viele Interessen und liebte ihre Freiheit, was angeblich der Grund dafür sei, dass sie noch nie eine Lebensgemeinschaft oder längere Bindung mit einem Mann gehabt hätte. Dies erschien mir allerdings komisch. Andererseits war mir das nur recht, denn ich war verheiratet und konnte ja nun nicht mein Leben komplett hinwerfen.
Andrea war wirklich das optimale Gegenstück.
Die letzten Tage waren wir sehr intim geworden bei unserem Gedankenaustausch. Das war sehr kribbelig, noch dazu, weil unser erstes Date vor der Türe stand.
Ich konnte lediglich sehen, dass ihr Zärtlichkeit und liebevolle Berührungen sehr wichtig waren und dass sie es offenbar genoss, sich einfach fallen zu lassen und von einem Mann so richtig liebevoll vom Scheitel bis zur Sohle vernascht zu werden. Zumindest war das der Reim, den ich mir aus ihren kryptischen Antworten machen konnte.
Keinesfalls wollte ich sie bei der ersten Begegnung vernaschen. Keinesfalls wollte ich diesen Menschen wieder verlieren, der mir so viel Auftrieb und so viel an Leben gab. Nervös stand ich mit dem Strauß bunter Blumen vor ihrer Wohnungstüre. Mein ansonsten festgefressenes, überlegenes Erfolgslächeln, wollte hier einfach nicht klappen. Unsicherheit griff auf meine Gesichtszüge. Das Beste draus machend, drückte mein Daumen die Türglocke. Eine helle Melodie lief die Tonleiter hinauf. Schlüsselrasseln. Meine Nervosität war nun am Höchstpunkt angelangt. Ich musste innerlich lachen: „Nervös, wie ein Schulbub!“ Mit einem Kopfschütteln warf ich den Bann etwas ab, während sich die Türe öffnete.
Da stand sie. Andrea. Wie auf ihren Fotos: Eine unscheinbare Erscheinung. Nicht garstig gemeint, sondern rein analytisch. Sie war schlank, ungeschminkt, gepflegt, total natürlich. Eine unscheinbare Maus. Aber aus ihren Augen strahlte eine Wärme und Herzlichkeit, die mich fesselte. Am liebsten hätte ich die Blumen einfach fallen lassen, hätte sie ganz fest an mich gedrückt, ihr die Klamotten vom Leib gerissen und sie gierig vernascht. Ich begehrte sie. Und wie ich sie begehrte! Alles, einfach alles von ihr hätte ich dankbar angenommen. Das Haar, das an meinem Polo hängen blieb, die Feuchte ihrer Lippen, ihren Atem. Ich sammelte mich, ging einen Schritt auf sie zu, streckte ihr aus tiefstem Herzen strahlend meine Hand entgegen, zog sie zu mir und während des „Hallos“ gab ich ihr rechts und links auf die Wangen ein Willkommensküsschen. Sie fühlte sich an wie eine Feder in meinen Armen. Zärtlich, anschmiegsam, wunderschön.
Das Eis war sofort gebrochen. Sie empfing mich mit einem selbstgebrauten Cocktail, den wir mit in die Küche nahmen, während wir sofort zu Werke gingen. Ich fühlte mich bei ihr wie zu Hause. Ich musste selbst innerlich über mich lachen, wie selbstverständlich ich ihren Kühlschrank öffnete, Pfannen und Töpfe aus den Kästen nahm. Die Stimmung war einfach herrlich und total vertraut.
Ich hatte ein asiatisches Gericht gewählt, das relativ rasch zuzubereiten, sehr schmackhaft und trotzdem leicht verdaulich war. Na ja, ich konnte ja nicht mit einem Schnitzel auffahren, wenn ich ihr schon so lange davor geschrieben hatte, dass ich gerne und gut gesund koche.
Ihr kleines Wohnzimmer war einfach, aber sehr warmtönig eingerichtet. Viele kleine Details verliehen diesem Raum Leben. Ihr Leben. Und ich war mitten drin. Ich genoss es, ich genoss es so sehr, hier mit ihr am Esstisch zu sitzen, die flackernden Kerzen, die Orangetöne über ihr so herzliches Gesicht huschen ließen.
Das Essen war köstlich. Und der Wein, den wir dazu tranken, zeigte seine erste Wirkung. Wir waren total gelöst, gingen miteinander um, als ob wir uns schon ewig kennen würden und mitten in diesem witzigen Gespräch fanden sich plötzlich meine Hände über den ihren. Mitten im Satz hörte sie auf zu sprechen, blickte einfach auf unsere Hände. Stille trat ein. Langsam schaute sie auf und unsere Blicke trafen sich. Ich schaute ihr tief und fest in die Augen, während meine Hände die ihren nachdrücklicher umschlossen. Ohne ihren Blick von mir abzuwenden, drehte sie ihre Handflächen nach oben und erfasste zart meine Hände. Ein Schauer überlief mich. „Weißt du, dass ich dich lieb gewonnen habe?“ sagte ich sanft zu ihr. Sie senkte ihren Blick, schaute zu ihrem Schoß: „Bitte küsse mich.“ Hauchte sie. Hatte ich mich verhört? Ein Ruck ging durch meinen Körper. Dieser Satz traf mich mitten in die Brust. Etwas linkisch, weil ich ihre Hände nicht loslassen wollte, ging ich um den Tisch herum, zog sie sanft in die Höhe, löste vorsichtig meine Hände, um sie auf ihre Wangen zu legen. Liebevoll schauten wir uns an, während ich ruhig die Distanz zwischen unseren Mündern verringerte.
Ihre Lippen waren weich, feucht und sanft. Unsere Zungen fanden zueinander und umspielten und umschmiegten sich. Die Zeit ging verloren. Unendlich hätte ich diesen Kuss weiterführen können, die Umgebung um uns war schon längst versunken. Mein Leidenschaft war entfacht und ganz von alleine steuerten meine Instinkte das Programm der Liebe an. Ich war nicht in der Lage, erst nach einem gemütlichen Platz Ausschau zu halten, wollte einfach hier und jetzt vom Stand weg zwischen den Stühlen zu Boden gehen und zog vorsichtig an ihren Händen..
„Warte bitte“, flüsterte sie, während sie sich sanft aus meiner Umarmung löste und sich zurück zog. Schweigend saß sie da. Ich sah ihr an, dass sie nach Worten suchte, um mir irgendetwas zu sagen. Ich ließe sie nachdenken. „Es ist so...“ begann sie vorsichtig.. „weißt du, ich liebe meine Freiheit schon. Aber das ist nicht der wirkliche Grund, warum es mit keinem Mann länger schaffte, als bis zum ersten wirklich offen sein, im sexuellen Bereich.“ Wieder folgte eine Pause. Geduldig wartete ich, gab ihr die Zeit und mit meinem zärtlichen Druck ihrer Hände, die ich wieder umfasste, gab ich ihr Sicherheit, weiterzusprechen. Ihr Kopf hing hinunter und während ihr Blick zu Boden gerichtet war, flüsterte sie: „Ich bin sexuell abnormal“. Pause. „Ich... ich könnte das nun vertuschen. Mich heute zurück halten. Mich sehr lange zurück halten. Aber irgendwann... und... und dann würde es mich zerstören, würdest du mich wieder verlassen. Es täte heute schon weh... aber...“
Weinte sie? Ich konnte es nicht sehen. „Liebe Andrea!“ begann ich mit meiner Antwort, die aus ganzem Herzen kam „egal, welches Geheimnis du birgst, ich möchte es mit dir teilen.“ Lange Zeit verstrich, in der sie einfach da saß. Dann führte sie langsam meine rechte Hand auf ihren Bauch, ließ sie dort ruhen, während sie leise den Knopf ihrer Hose, ihren Zipp öffnete und dann den Bund etwas nach unten schob. Dann erfasste sie wieder meine Hand und führte diese langsam in ihre Hose. Meine Finger berührten den Rand ihres Slips, glitten darunter und sie führte meine Hand nun am Arm sanft weiter nach unten, bis ich ihre feuchte, warme Scheide berührte. Meine Erregung war nun so stark, dass ich zitterte.
Behutsam glitt mein Finger von unten herauf, zwischen ihren Schamlippen durch zu ihrem Kitzler. Ich wollte sie küssen. Aber sie stand einfach mit hängendem Kopf da, hielt mich mit ihren Händen auf Distanz und ließ mich einfach ihre Scheide streicheln. Worauf wollte sie hinaus? Dass sie es nur mit der Hand will? Und da kam meine Antwort. Ein warmer kurzer Strahl benässte meine Hand.
Es war einfach eine natürliche Reaktion! Ich wollte das nicht, aber ich erschrak so heftig, dass ich meine Hand aus ihrer Hose riss und einen Schritt zurück machte. Das war natürlich exakt das Gegenteil von dem, dass sie sich erhofft hatte.

Sofort zog sie ihre Hose wieder in die Höhe, verschloss diese mit heftig zitternden Händen und ihre Schultern begannen sich ruckartig zu heben und zu senken, während sie still zu weinen begann.


weiter zum Teil2


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