Stille Lust
Ein kleiner Lichtstrahl, der durch mein Zimmer fällt. Die etwas geöffnete Tür und der Fernseher, der lautlos läuft.
Fast teilnahmslos verfolge ich die Bilder, die über den Bildschirm flackern. Scheinbar eine Wiederholung und doch verfolge ich aufmerksam die Bewegungen. So liege ich still auf meinem Bett, mal in Gedanken versunken, dann wieder den Bildschirm betrachtend. Die Lichtwechsel des Fernsehers beleuchten meinen Körper, wandern von meinen Beinen aufwärts. Interessiert verfolge ich den Lichtstrahl, wie er immer höher wandert. Meine Beine entlang, langsam höher.
Wärme umgibt mich, die durch ein geöffnetes Fenster zu mir weht. Ruhig spüre ich den leichten Windhauch, der mich umgibt. Ich empfinde den Wind, wie er über meine Haut streicht, sich in meinen Poren verfängt. Nur im Slip bekleidet, lege ich mich flach auf den Rücken, fühle die leichte Erregung steigen, meine Haare richten sich auf und ich schließe die Augen, versuche den Windhauch tiefer zu fühlen, möchte spüren, wie er mich umgibt.
Langsam lege ich eine Hand auf meinen Bauch, nur mit den Fingerspitzen gleite ich um meinen Bauchnabel, ihn vorsichtig berührend. Noch immer spüre ich den Wind, der Bildschirm flackert unruhig, Schattenspiele flimmern über die Wand und meine Erregung nimmt zu.
Ich gleite mit meiner Hand höher, an meinem Bauch entlang. Gänsehaut bildet sich und ein wohliger Schauer durchläuft meinen ganzen Körper. Ganz sanft gleitet meine Hand über meine Brust, berührt meine Haut, vibriert. Meine Finger berühren meinen Oberkörper, streichen tastend über meine Brust, zitternd, erwartungsvoll.
Während ich mich berühre, gleiten meine Gedanken hinab. Ich lasse mich fallen, gebe mich meiner Lust hin. Bilder ziehen an mir vorbei, nur schemenhaft, andeutungsweise. Ich spüre meine Finger, wie sie mich berühren, spüre, wie meine andere Hand an meiner Innenseite der Oberschenkel nach oben wandert, zwischen meinen Beinen hindurch, über meinen Slip. Doch meine Hände, ertastend, sind nicht mehr die Meinen, Du übernimmst den Part, den ich fühle.
Mit leichtem Druck wandert die Hand höher, bis meine Fingerspitzen den Bund erreichen. Vorsichtig gleitet meine Hand zwischen Slip und Haut. Langsam tiefer, bis sie auf Widerstand stoßen. Vorsichtig gleite ich tiefer, über die Spitze, weiter, an ihm entlang. Ich spüre sein Pochen, das Kribbeln, welches sich ausbreitet in meinem Körper. Meinen Körper ganz durchzieht, verlangend nach mehr, nach wilder Lust und Zärtlichkeit.
Langsam verstärke ich den Druck, gleite an ihm entlang, tiefer, bis zwischen meine Beine.
Meine andere Hand streicht über meinen Körper, langsam, stetig. Ich fühle den Hautkontakt während ich etwas mein Becken hebe, meinen Slip herunterstreife.
Mit beiden Händen gleite ich wieder höher, an den Innenseiten meiner Beine entlang, bis zur Mitte. Ich überlasse mich ihnen, spüre, wie sie höher gleiten, sich der Druck verstärkt, immer verlangender der Druck gegen meine Hände. Sie umspielen die Spitze, werden fordernder.
Gleiten an ihm, bewegend, massierend, sehnsuchtsvoll.
Lichtpunkte huschen über meinen Körper, Schatten lassen erahnen, was zu sehen wäre und spiegeln sich in den Fenstern. Ich öffne weiter meine Beine, lasse meine Hände erforschen, was meine Lust sucht. Die Erregung nimmt zu, pochend, bewegend, unerbittlich. Stromwellen durchlaufen meinen Körper, lässt ihn sich winden, entgegenpressen, stimulierend.
Meine Bewegungen werden schneller, immer tiefer gebe ich mich dem Gefühl hin, lassen mich dem Ende entgegenfiebern, seufzend, tastend.
Sanft umschließe ich ihn mit einer Hand, gleite über ihn, schneller. Pulsierend der Druck, Hitze, die zunimmt. Ich spüre meine Hände und sie sind es doch nicht. Gedanken verlieren sich, der unbändigen Lust weichend.
Schweißperlen glitzern im Licht und strömen über meinen Körper. Aufbäumend drücke ich mein Becken den Händen entgegen, eine Welle, die meinen Körper durchläuft, sich steigert, bis sie zusammenfällt und sich in einem wohligen Stöhnen ihren Weg ins Unendliche findet.
Mit geschlossenen Augen bleibe ich liegen, genießend, diesen Augenblick festhaltend. Die Erinnerung, diese Hände, gehörten nicht mir. Und während ich weiter fühle, träume, mich und Dich spüre, spielt der Wind weiter sein Spiel und lässt mich glauben, Dein Atem beruhigt meinen Körper und lässt Dich bei mir sein.